Lieben Sie die Literatur, die Musik und die Malerei?

Dann gibt es jede Menge Schönes aus dem Kulturbeutel!

 

Der Kulturkreis trifft sich zu gemeinsamen Aktivitäten rund um das kulturelle Leben.
Egal, ob Museumsbesuche, Comedy, Theater, Konzert oder sonstige Veranstaltungen, je nach Aktualität und Interessen entfaltet sich hier ein vielschichtiges Geschehen.
Neben Kunst und Kultur steht das gemeinsame Erleben im Mittelpunkt. Interessierte sind herzlich willkommen.
Nähere Informationen gibt es bei
- Heide Dupong, Telefon 0208 42 14 56  
- Gretel Blass ,   Telefon 0208 47 45 62 
- Helga Müller, Telefon 0208  65 61 530

 

Der Kulturkreis im Juli traf sich im Gemeindehaus zu seiner monatlichen Zusammenkunft und zwei Tage später zu einem Ausflug in das Lehmbruck Museum in Duisburg.

Wir hörten einen Vortrag von Helga Müller über Clara Schumann, die zwar erst mit vier Jahren das Sprechen lernte aber dann schon mit fünf Jahren Klavierunterricht bekam und von ihrem ehrgeizigen Vater planmäßig zur wohl bedeutendsten Pianistin des 19. Jahrhunderts aufgebaut worden war. Später heirate sie Robert Schumann, der bei ihrem Vater Unterricht genommen hatte.
Ein zweiter Vortrag von Gretel Blaß galt der Pianistin Hélène Grimaux, 1969 geboren und heute eine der berühmtesten international anerkannten Pianistinnen. Beide Vorträge wurden untermalt mit über den CD Player gespielten Musikbeispielen.

Bei dem Besuch des Museums in Duisburg ging es um eine Sonderausstellung unter der Überschrift „ Schönheit, Lehmbruck und Rodin - Meister der Moderne“. Mit Rodin, dem Pionier der modernen Bildhauerei, war in Frankreich eine Bewegung in Gang gekommen, die eine Fülle kreativer Impulse freisetzte und sich über ganz Europa verbreitete. Für Lehmbruck waren Rodin und seine Werke Vorbild und Reibungsfläche zu gleich. Im Gegensatz zu anderen Künstlern der Pariser Kunstszene emanzipierte sich Lehmbruck schnell vom Vorbild Rodin.
Bei einer sehr anschaulichen Führung wurden uns die Werke der beiden Künstler erklärt und näher gebracht.
Beim anschließenden Restaurantbesuch konnten die Netzwerker das Erlebte noch ausführlich untereinander diskutieren.

Text und Foto: Michael Weller

Nachdem bei der letzten Veranstaltung des Kulturkreises im Mai das Universalgenie Leonardo da Vinci von Herrn Brinkmann vorgestellt worden war, stand im Juni ein Vortrag von Helga Müller über eines seiner bekanntesten Bilder“ Dame mit dem weißen Hermelin“ an. Folgendes Zitat von da Vinci stand am Anfang:

„Kleinigkeiten sind es, die Perfektion ausmachen,
aber Perfektion ist alles andere als Kleinigkeit.“

Dieses besondere Bild hängt inzwischen, nach den Kriegswirren, wieder an seinem ursprünglichen Standort im Krakauer Nationalmuseum. An die Einführung schloss sich eine lebendige Diskussion über Entstehung und Hintergründe des Bildes an.

 

Gretel Blass rundete das Thema „Leonardo da Vinci“ mit Erklärungen zu seinem besonderen Malstil, dem Sfumato, ab.

Johanna Gall, die diese Diskussion und den Vortrag interessiert verfolgte, griff dann das Thema „Ankündigung von Aktivitäten“ der einzelnen Netzwerkgruppen auf. Es konnte noch einmal verdeutlicht werden, dass alle Vorhaben des Kulturkreises, wie bisher auch schon, bei den monatlichen Netzwerktreffen vorgestellt und auch im Internet auf der Webseite erwähnt werden. Damit sind alle Aktivitäten für alle Netzwerker erkennbar.

Text und Foto: Helga Müller

Der erste größere Ausflug des Kulturkreises führte uns im April 2019 mit der Eisenbahn nach Dortmund in das Museum für „Kunst und Kulturgeschichte“ in der ehemaligen , jetzt unter Denkmalschutz stehenden, Sparkasse.

Dort erwartete uns eine Führung durch die Ausstellung „Auf Möbeln“ – Sitz-Polster-Moden, initiiert von der Technischen Universität Dortmund. Schon vor über 3000 Jahren entstanden (Beispiel Ägypten) die ersten Sitzmöbel. Unsere heutige Gesellschaft ist geprägt von Sitzen und vom Sitzen. Körpertechnik und Alltagsding verweisen auf die besondere Beziehung zwischen Mensch- und Möbelkörper. Diese ist beeinflusst von Handwerk, Ästhetik, Macht und Ordnung, Erziehung und Ergonomie. Mit dem Klassiker, der „Ameise“ von Arne Jacobsen begann die Führung.

Die im gleichen Haus zur Zeit laufende Sonderausstellung „Rausch der Schönheit –die Kunst des Jugendstils“ besuchten wir –ohne eine Führung – im Anschluss. Der Grundstein für die dort umfangreich ausgestellte Jugendstilsammlung entstand auf der Pariser Weltausstellung im Jahr 1900, als der Gründungsdirektor des Museums dort die ersten herausragenden Stücke ankaufte. Die Ausstellung präsentiert erstmals die gesamte Jugendstilsammlung des Dortmunder Museums. Sie schlägt einen Bogen zurück in Stadt und Region und thematisiert Dortmund als Industriestadt im Um- und Auftrieb ins 20. Jahrhundert.

Text und Fotos: Michael Weller


Gretel Blass eröffnete den Kulturkreis vom 1.04.19 mit einem schönen Gedicht der Lyrikerin Monika Minder.

Nachdem das Organisatorische, Hinweise auf kulturelle Veranstaltungen in der Region sowie Gespräche über geplante Exkursionen abgeschlossen waren, hielt Gretel einen detailreichen Vortrag über das heutige Thema: „Europäische Salons.“

Dabei schlug sie einen großen Bogen von den Einladungen der Hetären (Freudenmädchen) im antiken Griechenland, den altrömischen Kurtisanen bis zu modernen Kaffeekränzchen.

Wir erfuhren, dass es stets gebildete, oft adlige, Damen waren, die in geeigneten Räumen, Salons, Frauenzusammenkünfte initiierten. Es ging hier vor allem um gepflegte Konversation und kulturelle Bildung. Auch Musik und Literaturvorträge, zu denen bekannte Künstler, Dichter und Schriftsteller eingeladen wurden, gehörten zu den Gepflogenheiten in den Salons. Gretel nannte beispielhaft Salondamen bzw. Salonnière europäischer Länder und sprach über Bedeutung und ihr Wirken in der Gesellschaft.

Die Hauptblütezeit, in der diese Salons für gebildete Frauen stattfanden, war im 17. und 18. Jahrhundert. Später wurden die sogenannten Salons auch politischer. Heute ist das Salonwesen eigentlich nicht mehr aktuell.

Wir diskutierten abschließend über Gründe, warum es obsolet geworden ist und welche Formen von Zusammenkünften gebildeter Frauen an ihre Stelle getreten sind. Man meinte sogar, dass man eventuell unseren Kulturkreis, der sich hauptsächlich aus gebildeten Damen mit wenigen Herren zusammensetzt, quasi als regelmäßig stattfindende  Salonveranstaltung ansehen könnte.

Text und Foto: Paul Steinhauer

Karnevalistisch geschmückt trafen sich die Netzwerker des Kulturkreises am Rosenmontag. Was lag an diesem Tag näher als ein Vortrag von Gretel Blaß über die Geschichte des Karnevals. Schon die alten Germanen trugen Masken und Tierfelle mit viel Mummenschanz um die Geisterwesen zu vertreiben und die guten Geister zu erwecken, damit der Frühling kommt. Später ein christliches Fest, die Fasnacht, die Nacht vor dem Beginn der 40 tägigen Fasten Zeit vor dem Osterfest.

So nahm auch der Kulturkreis mit leckeren Süßigkeiten und Gebäck Abschied von der fünften Jahreszeit.
Dazu gab es von den Mitgliedern vorgetragene lustige Geschichten und Gedichte passend zum Karneval. Ingrid u. Friedel Häfner

Text: Michael Weller
Fotos: Michael Weller und Paul Steinhauer
Broich steht Kopf