Lieben Sie die Literatur, die Musik und die Malerei?

Dann gibt es jede Menge Schönes aus dem Kulturbeutel!

 

Der Kulturkreis trifft sich zu gemeinsamen Aktivitäten rund um das kulturelle Leben.
Egal, ob Museumsbesuche, Comedy, Theater, Konzert oder sonstige Veranstaltungen, je nach Aktualität und Interessen entfaltet sich hier ein vielschichtiges Geschehen.
Neben Kunst und Kultur steht das gemeinsame Erleben im Mittelpunkt. Interessierte sind herzlich willkommen.
Nähere Informationen gibt es bei
- Heide Dupong, Telefon 0208 42 14 56  
- Gretel Blass ,   Telefon 0208 47 45 62 
- Helga Müller, Telefon 0208  65 61 530

 

Seit Freitag, dem 13. März 2020 bin ich im Uhlenhorst zu Hause.

Da ich brav bin, meide ich soziale Kontakte und ergehe mich in der Natur. Fast vor meiner Haustür beginnt der Wald und das Wetter war und ist nahezu immer sehr einladend. Auch kann ich darauf hoffen, den Einen oder Anderen aus dem Netzwerk zu sehen und aus gebührendem Abstand zu grüßen. Rekord hält der erste Mai mit sechs lieben Menschen.

Wenn die Hauptwege sehr voll sind, erkunde ich kleine Schleichwege und bin oft mit den Vögeln alleine. Rotkehlchen begrüßen mich meistens als erste mit ihrem Gesang, fliegen oder hüpfen einige Meter voraus und warten dann auf mich. Der Amselgesang kommt mir in diesem Jahr besonders intensiv vor; ich weiß schon, dass er nicht mir gilt.
Eine Schnecke wirft sich zu meinen Füßen in Pose, also mache ich ein Foto von ihr. Sie hält still und fliegt nicht weg.

Ein Fitispärchen konnte ich letzte Woche beim Gesang beobachten. Und heute Morgen erzählte mir ein Mittelspecht etwas. So nah habe ich das noch nie erlebt.

 

Im März 2020 begrüßte uns Gretel zunächst mit einem Frühlingsgedicht.

Dann erfolgte ein Rückblick in die Zeit vor dem Mittelalter,als vor allem die Römer mit ihren vielfältigen und teilweise luxuriösen Thermen beeindruckten. Ausgrabungen im gesamten römischen Reich bringen uns heute noch zum Staunen.

Bäder im Judentum und im Islam dienten schon immer der rituellen Reinigung.

 

Am 22. Januar 2020 fuhren 21 Interessierte nach Düsseldorf ins K20 , um mehr als hundert weniger bekannte Werke von Edvard Munch zu sehen. Zusammengestellt wurde diese Ausstellung von dem norwegischen Literaten Karl Ove Knausgard.

 

Im ersten Raum mit hellblauen Wänden erwarteten uns helle, freundliche Landschaften. Viele von uns begeisterten sich für das Bild „Frau mit Mohnblumen“.

Im zweiten Raum mit grünen Wänden befanden wir uns im Wald. Munch hatte seinen Blick vor allem auf das Wur zelwerk und die knorrigen Stämme eines Ulmenwaldes gerichtet; wahrgenommen zu verschiedenen Jahreszeiten.

Im dritten Raum wurde es duster. So kannte man Munch schon eher. Ausdrucksstarke Bilder vor allem von Menschen, von uns nicht unbedingt als schön empfunden, erzählten eine Geschichte.

Der letzte Raum wirkte wieder freundlich. An den Wänden hingen etwa vierzig Portraits von Menschen aus Munchs Zeit. Ihre Gesichter waren deutlich gemalt und bei den Ganzkörperdarstellungen waren die Personen durch spezifische Merkmale zu identifizieren.

So hatten wir Edvard Munch nicht gekannt. Jetzt wissen wir, dass er trotz seines schweren Lebensweges in der Lage war, auch farbenfrohe Bilder zu malen, die Lebensfreude vermitteln.

 

Den Besuch rundeten wir mit guter Unterhaltung und leckerem Essen im angrenzenden Restaurant ab.

Text: Helga Müller

Fotos: Michael Weller

 

 

Starke Frauen in der Bibel

Gretel begrüßte uns zum neuen Jahr herzlich mit Sekt und Saft.

Als Einleitung in das Thema gab sie einen Überblick über die verschiedenen Bücher der Bibel und ihre Entstehung.

Danach zeigte sie uns zunächst Bilder von Frauen aus dem Alten und Neuen Testament und stellte sie vor. Ein Beispiel war Rahel, die erst auf Umwegen Jakobs Frau wurde. Zuerst war ihre ältere Schwester Lea an der Reihe. Thomas Mann hat den Beiden das letzte Hauptstück in den „Geschichten Jaakobs“ gewidmet.

Weitere starke Frauen waren Elisabet und Maria, deren Schwangerschaften besonders waren.

Jesus wurde nicht nur von Männern begleitet (Aposteln); ein paar Frauen waren immer dabei. Als erste wurde meist Maria von Magdala, Maria Magdalena, erwähnt. Sie entpuppte sich als freie Frau, nicht im Zusammenhang mit einem Mann oder ihrer Familie. Jesus hatte sie von sieben Krankheiten befreit. Sie begleitete ihn auf seinem Leidensweg, hielt Totenwache, salbte seinen Leichnam und sah ihn als Erste nach der Auferstehung. Sie wird von manchen Theologen als die erste Apostelin überhaupt bezeichnet.

Text: Helga Müller

Unter diesem Motto stand das letzte Treffen der Kulturgruppe in diesem Jahr 2019

An adventlich geschmückten Tischen, mit von Teilnehmern selbst gebackenen Plätzchen und Stollen, fanden sich 15 Teilnehmer zusammen, um dem Vortrag von Gretel Blass zu verfolgen.

Schon im 8. Jahrhundert findet man Hinweise auf das Wort „kerza“ – wenig später „kerze“ oder „kirze“ für Werg, Zunder, Docht, Licht und Kerze.

Vor 40.000 Jahren begannen die Menschen in steinernen Lampenschalen mit Talg und Tran Licht in die Dunkelheit zu bringen. Überall in der Welt (China, Japan, Indien, Ägypten usw.) wurde das  auf verschiedenster Art versucht. Durch Gebräuche und religiöse Rituale wurde die Entwicklung der Kerzen immer weiter gebracht.

„Es werde Licht“ und „Ich bin das Licht der Welt“ sind der Hinweis in der Bibel, dass Gott das Licht geschaffen hat.

Nach dem so aufschlussreichen Vortrag über die Geschichte der Kerzen, trugen Gretel und andere Teilnehmer  einige weihnachtliche Gedichte  und Weihnachtsgeschichten vor.

Als Überraschungsgast erschien dann noch Johanna Gall. Mit Blumen und Präsent vom Orgateam  dankte sie Gretel ganz besonders für ihren so engagierten Einsatz  und drückte die Hoffnung aus, dass sie noch lange  – unterstützt  von Helga Müller -  mit ihren Ideen und großem Wissen, dabei sein wird.

Text und Fotos: Michael Weller