Lieben Sie die Literatur, die Musik und die Malerei?

Dann gibt es jede Menge Schönes aus dem Kulturbeutel!

 

Der Kulturkreis trifft sich zu gemeinsamen Aktivitäten rund um das kulturelle Leben.
Egal, ob Museumsbesuche, Comedy, Theater, Konzert oder sonstige Veranstaltungen, je nach Aktualität und Interessen entfaltet sich hier ein vielschichtiges Geschehen.
Neben Kunst und Kultur steht das gemeinsame Erleben im Mittelpunkt. Interessierte sind herzlich willkommen.

Nähere Informationen gibt es bei Helga Müller, Telefon 0208  65 61 530

 

Am 5. Oktober 2020 trafen sich 12 Personen zum Kulturkreistreffen. Paul Steinhauer brachte uns den vor 250 Jahren geborenen Menschen Ludwig van Beethoven näher,berichtete, wie er lebte und wie er wahrgenommen wurde. Dazu kamen mehrere Musikeinspielungen.

Die Einstimmung erfolgte über die bekannten Klavierstücke

Für Elise und Nr. 23 Appassionata

Inspiriert durch einen Artikel im Spiegel stellte Paul uns den für seine Zeit modernen, widersprüchlichen, komplexen und mitreißenden Musiker vor.

Ludwig, geboren in Bonn, war in jungen Jahren häufig in der Natur und lauschte den Klängen. Seine persönlichen Umstände waren nach einer nicht unglücklichen Kindheit geprägt durch Sorgen in der Familie und Alkoholsucht; und schließlich durch seine Taubheit, die bereits vor seinem 30. Lebensjahr begann. Gemessen daran wirken seine Kompositionen nahezu übermenschlich.

Als er schwerhörig wurde, musste er immer mehr auf sein Tongedächtnis zurückgreifen. Trotzdem gelang es ihm, gewaltige Musik zu komponieren.

Einspielung Eroica , 3. Sinfonie

Er lebte von seinen Auftritten als Pianist und sorgte mit seiner Musik auch für Angehörige.

So bleibt es ein Wunder, wie Beethoven, nun schon völlig taub, die 9. Sinfonie mit der Ode an die Freude erschaffen konnte, die heute in der Instrumentalfassung Hymne der EU ist.

Einspielung Ode an die Freude

Das Komponieren wurde harte Arbeit. Er schüttete sich dann öfter einen Kübel kaltes Wasser über den Kopf, ungeachtet dessen, wohin das Wasser floss. So musste Ludwig ständig umziehen, denn er war ein unerträglicher Mieter. Mit 21 Jahren war er nach Wien gezogen, wo er auch Probleme mit der Hofetikette hatte. Er hielt sich nicht an die dortige Mode, legte die Perücke ab und trug lange Hosen statt Kniebundhosen.

Die nächste Einspielung zeigte den Gemütsmenschen.

Einspielung Mondscheinsonate

Zum Thema Beethoven und die Frauen erfuhren wir, dass er ständig verliebt war und seinen Geliebten Musikstücke widmete, siehe Für Elise. Geheiratet hat er aber nie, denn die Auserwählten waren von adeligem Stand und wurden anderweitig verheiratet.

Einspielung Violinkonzert op. 61

Beethoven starb mit 56 Jahren angeblich bei einem Donnerschlag. 20 000 Menschen folgten seinem Sarg, die Kinder hatten schulfrei. Er war ein Popstar seiner Zeit.

 

Zusammenfassend war über Ludwig van Beethoven zu sagen, dass ihm auch als Genie das Allzu-Menschliche nicht fremd war.

Einspielung Sonate Nr. 5

Michael Weller hatte Paul beim Textvortrag unterstützt.

Zum Abschluss genossen wir noch das berühmte

Ta-ta-ta-taaaa aus der Sinfonie Nr. 5c-Moll.

Vielen Dank an Paul für diese gelungene Stunde.

Es bleibt auch festzuhalten, dass nach Coronapause und einem äußerst ungemütlichen Treffen im großen Saal im September die Räume 2/3 den Test als Veranstaltungsraum für den Kulturkreis in dieser Zeit bestanden haben. Wir machen weiter.

 Text und Foto: Helga Müller

 

An einem der letzten Sonntage führte mein Weg zunächst zum Speldorfer Friedhof. Durch ein kleines Tor an der gegenüberliegenden Seite gelangte ich in einen von Trampelpfaden durchzogenen Wald, den ich diagonal durchschritt. Weiter ging es zum Katzenbruch, und als ich diesen überquerte, entdeckte ich ein mir bis dahin unbekanntes Wanderzeichen, das geradeaus in einen kleinen Hof mit Containern führte.

Dahinter fand ich dann einen Trampelpfad in ein weiteres Waldgebiet hinein.

 

Seit Freitag, dem 13. März 2020 bin ich im Uhlenhorst zu Hause.

Da ich brav bin, meide ich soziale Kontakte und ergehe mich in der Natur. Fast vor meiner Haustür beginnt der Wald und das Wetter war und ist nahezu immer sehr einladend. Auch kann ich darauf hoffen, den Einen oder Anderen aus dem Netzwerk zu sehen und aus gebührendem Abstand zu grüßen. Rekord hält der erste Mai mit sechs lieben Menschen.

Wenn die Hauptwege sehr voll sind, erkunde ich kleine Schleichwege und bin oft mit den Vögeln alleine. Rotkehlchen begrüßen mich meistens als erste mit ihrem Gesang, fliegen oder hüpfen einige Meter voraus und warten dann auf mich. Der Amselgesang kommt mir in diesem Jahr besonders intensiv vor; ich weiß schon, dass er nicht mir gilt.
Eine Schnecke wirft sich zu meinen Füßen in Pose, also mache ich ein Foto von ihr. Sie hält still und fliegt nicht weg.

Ein Fitispärchen konnte ich letzte Woche beim Gesang beobachten. Und heute Morgen erzählte mir ein Mittelspecht etwas. So nah habe ich das noch nie erlebt.

 

Im März 2020 begrüßte uns Gretel zunächst mit einem Frühlingsgedicht.

Dann erfolgte ein Rückblick in die Zeit vor dem Mittelalter,als vor allem die Römer mit ihren vielfältigen und teilweise luxuriösen Thermen beeindruckten. Ausgrabungen im gesamten römischen Reich bringen uns heute noch zum Staunen.

Bäder im Judentum und im Islam dienten schon immer der rituellen Reinigung.

 

Am 22. Januar 2020 fuhren 21 Interessierte nach Düsseldorf ins K20 , um mehr als hundert weniger bekannte Werke von Edvard Munch zu sehen. Zusammengestellt wurde diese Ausstellung von dem norwegischen Literaten Karl Ove Knausgard.

 

Im ersten Raum mit hellblauen Wänden erwarteten uns helle, freundliche Landschaften. Viele von uns begeisterten sich für das Bild „Frau mit Mohnblumen“.

Im zweiten Raum mit grünen Wänden befanden wir uns im Wald. Munch hatte seinen Blick vor allem auf das Wur zelwerk und die knorrigen Stämme eines Ulmenwaldes gerichtet; wahrgenommen zu verschiedenen Jahreszeiten.

Im dritten Raum wurde es duster. So kannte man Munch schon eher. Ausdrucksstarke Bilder vor allem von Menschen, von uns nicht unbedingt als schön empfunden, erzählten eine Geschichte.

Der letzte Raum wirkte wieder freundlich. An den Wänden hingen etwa vierzig Portraits von Menschen aus Munchs Zeit. Ihre Gesichter waren deutlich gemalt und bei den Ganzkörperdarstellungen waren die Personen durch spezifische Merkmale zu identifizieren.

So hatten wir Edvard Munch nicht gekannt. Jetzt wissen wir, dass er trotz seines schweren Lebensweges in der Lage war, auch farbenfrohe Bilder zu malen, die Lebensfreude vermitteln.

 

Den Besuch rundeten wir mit guter Unterhaltung und leckerem Essen im angrenzenden Restaurant ab.

Text: Helga Müller

Fotos: Michael Weller