Am 5. Oktober 2020 trafen sich 12 Personen zum Kulturkreistreffen. Paul Steinhauer brachte uns den vor 250 Jahren geborenen Menschen Ludwig van Beethoven näher,berichtete, wie er lebte und wie er wahrgenommen wurde. Dazu kamen mehrere Musikeinspielungen.

Die Einstimmung erfolgte über die bekannten Klavierstücke

Für Elise und Nr. 23 Appassionata

Inspiriert durch einen Artikel im Spiegel stellte Paul uns den für seine Zeit modernen, widersprüchlichen, komplexen und mitreißenden Musiker vor.

Ludwig, geboren in Bonn, war in jungen Jahren häufig in der Natur und lauschte den Klängen. Seine persönlichen Umstände waren nach einer nicht unglücklichen Kindheit geprägt durch Sorgen in der Familie und Alkoholsucht; und schließlich durch seine Taubheit, die bereits vor seinem 30. Lebensjahr begann. Gemessen daran wirken seine Kompositionen nahezu übermenschlich.

Als er schwerhörig wurde, musste er immer mehr auf sein Tongedächtnis zurückgreifen. Trotzdem gelang es ihm, gewaltige Musik zu komponieren.

Einspielung Eroica , 3. Sinfonie

Er lebte von seinen Auftritten als Pianist und sorgte mit seiner Musik auch für Angehörige.

So bleibt es ein Wunder, wie Beethoven, nun schon völlig taub, die 9. Sinfonie mit der Ode an die Freude erschaffen konnte, die heute in der Instrumentalfassung Hymne der EU ist.

Einspielung Ode an die Freude

Das Komponieren wurde harte Arbeit. Er schüttete sich dann öfter einen Kübel kaltes Wasser über den Kopf, ungeachtet dessen, wohin das Wasser floss. So musste Ludwig ständig umziehen, denn er war ein unerträglicher Mieter. Mit 21 Jahren war er nach Wien gezogen, wo er auch Probleme mit der Hofetikette hatte. Er hielt sich nicht an die dortige Mode, legte die Perücke ab und trug lange Hosen statt Kniebundhosen.

Die nächste Einspielung zeigte den Gemütsmenschen.

Einspielung Mondscheinsonate

Zum Thema Beethoven und die Frauen erfuhren wir, dass er ständig verliebt war und seinen Geliebten Musikstücke widmete, siehe Für Elise. Geheiratet hat er aber nie, denn die Auserwählten waren von adeligem Stand und wurden anderweitig verheiratet.

Einspielung Violinkonzert op. 61

Beethoven starb mit 56 Jahren angeblich bei einem Donnerschlag. 20 000 Menschen folgten seinem Sarg, die Kinder hatten schulfrei. Er war ein Popstar seiner Zeit.

 

Zusammenfassend war über Ludwig van Beethoven zu sagen, dass ihm auch als Genie das Allzu-Menschliche nicht fremd war.

Einspielung Sonate Nr. 5

Michael Weller hatte Paul beim Textvortrag unterstützt.

Zum Abschluss genossen wir noch das berühmte

Ta-ta-ta-taaaa aus der Sinfonie Nr. 5c-Moll.

Vielen Dank an Paul für diese gelungene Stunde.

Es bleibt auch festzuhalten, dass nach Coronapause und einem äußerst ungemütlichen Treffen im großen Saal im September die Räume 2/3 den Test als Veranstaltungsraum für den Kulturkreis in dieser Zeit bestanden haben. Wir machen weiter.

 Text und Foto: Helga Müller