Lieben Sie die Literatur, die Musik und die Malerei?

Dann gibt es jede Menge Schönes aus dem Kulturbeutel!

 

Der Kulturkreis trifft sich zu gemeinsamen Aktivitäten rund um das kulturelle Leben.
Egal, ob Museumsbesuche, Comedy, Theater, Konzert oder sonstige Veranstaltungen, je nach Aktualität und Interessen entfaltet sich hier ein vielschichtiges Geschehen.
Neben Kunst und Kultur steht das gemeinsame Erleben im Mittelpunkt. Interessierte sind herzlich willkommen.

Nähere Informationen gibt es bei Helga Müller, Telefon 0208  65 61 530

 

- Netzwerkgruppe besucht Ausstellungen  in Aachen –

 

Ideales Ausstellungswetter am 26. August, als einige Mitglieder des Netzwerk-Kulturkreis des Netzwerks aus Broich die Kaiserstadt Aachen besuchte. Im Rathaus, im Centre Charlemagne und in der Domschatzkammer sind sehenswerte Stücke zusammengetragen worden, die mit dem Umfeld und der Zeit Karls des Großen zu tun haben. Der Dauerregen trug dazu bei, dass einige Ausstellungsstätten zeitweise wegen Überfüllung geschlossen werden mussten.

 

Ein großer Dank geht an Gretel Blaß und Heide Dupong, die die Tour vorbereitet hatten, aber auch an die DB, die für eine pünktliche und bequeme Fahrt sorgte.

 

Text und Bild: Günter Fraßunke

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer war Charly?


Diese Frage stellt sich möglicherweise der ein oder andere Mülheimer Bürger, vor allem, wenn er in Selbeck wohnt und dort den „Charlyweg“ in der Nähe der Fliedner – Stiftung befährt. Was qualifiziert diesen Menschen in einem solchen Maß, dass sogar eine Straße nach ihm benannt worden ist?

Die Antwort hierauf und auf weitere über 90 Namensgeber für Mülheimer Straßen findet man in dem am 26.10.2011 erschienenen Buch „Spurensuche“, das zum Preis von nur fünf Euro u.a. in der Broicher Buchhandlung „Bücherträume“ erhältlich ist. In der mehr als 200- seitigen, bunt bebilderten Dokumentation sind die Recherchen eines Volkshochschul – Kurses kurzweilig festgehalten. Neun engagierte, lokalgeschichtlich interessierte BürgerInnen hatten sich im Jahre 2010 daran begeben, Menschen nachzuspüren, die in unserer Stadt gelebt, gearbeitet und durch ihr Wirken Einfluss genommen haben, und deren Verdienste Anlass waren, ihrer durch die Benennung einer Straße oder eines Platzes dauerhaft zu gedenken.

Nun, zu August Thyssen, Prinzess - Luise oder Otto Pankok wird vielen sicher noch das ein oder andere einfallen. Aber wer waren Kurt Gies, Franz Fischer oder Dr. Türk, die Namensgeber von Straßen in Heißen, Holthausen und Styrum? Und Charly? Der war, das sei an dieser Stelle verraten, ein liebenswerter Bewohner des Fliedner – Werks und Selbecker Original, dem die Bürger durch das Namenspatronat eine bleibende Erinnerung setzen wollten.

Aber am besten lesen Sie diese und andere Geschichten selbst nach. Ich bin mir sicher, Sie legen das Buch nicht so schnell wieder aus der Hand, wenn Sie erst mal zu lesen begonnen haben.

Text: Günter Tübben

Krupp – allein der Name ist eine Legende.

Vor 200 Jahren gründete Friedrich Krupp seine Gussstahlfabrik, die durch den Erfindungsgeist und das exzellente kaufmännische Geschick seines Sohnes Alfred (1812 – 1887) Weltgeltung erlangte. So früh wie kein anderer Großindustrieller  erkannte der „Urkrupp“, wie Alfred auch genannt wird, die Macht der photographischen Bilder und wusste sie äußerst wirksam zur Verkaufsförderung einzusetzen. Seine Nachfolger haben diese Tradition fortgeführt und die von ihm gegründete, firmeninterne „Photographische Anstalt“ ausgebaut. Heute hütet das Historische Archiv Krupp zwei Millionen Aufnahmen in seinem Bestand.

 

Das Firmenjubiläum ist Anlass für die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach – Stiftung, 400 Aufnahmen dieser einzigartigen Sammlung noch bis zum 11.12.2011 in der Villa Hügel in Essen zu präsentieren.

 

Zu sehen sind  aussagestarke Familienfotos, historische Bilddokumente (darunter eine einmalige, monumentale  Panorama – Werksansicht von 8 Metern Länge), private Schnappschüsse des 1967 verstorbenen Stiftungsgründers Alfried von seinen Reisen um die Welt u.v.a.m. Mehr Infos hierzu erhält man mit einem Klick auf www.villahuegel.de

Ich war am letzten Sonntag in der Ausstellung und kann einen Besuch nur jedem wärmstens ans Herz legen. Alfred Krupp hatte Recht, als er 1875 äußerte: “Die Bilder sind wunderschön…Nach langen Jahren werden diese Bilder noch interessant sein.“   

 

Text: Günter Tübben

Wechselausstellung in Camera Obscura:"RGB – Rot-Grün-Blau.
Künstlerische Positionen der Fotogruppe Saarn"

Eine neue Wechselausstellung ist vom 13. März bis 1. Mai in der Camera Obscura mit dem Museum zur Vorgeschichte des Films zu sehen. "RGB – Rot-Grün-Blau. Künstlerische Positionen der Fotogruppe Saarn": so lautet der Titel der Schau, die Werke der Fotogruppe Saarn präsentiert. Eröffnen wird die Ausstellung am Sonntag, 13. März, um 11 Uhr Museumsleiter Dr. Tobias Kaufhold. Im Anschluss ist Jazzmusik der Lehrercombo des Landfermann-Gymnasiums in Duisburg zu hören.

Die Fotogruppe Saarn, die seit fast 20 Jahren in Mülheim an der Ruhr existiert, ist inzwischen ein fester Bestandteil der kulturellen Szene der Stadt. In der neuen Wechselausstellung werden zwanzig sehr unterschiedliche Fotos aus der Gruppe zu einem Thema gezeigt: Der Bildsensor einer Digitalkamera "sieht" nur die Farben rot, grün und blau. Insgesamt zwanzig Fotografen haben sich zu diesem Thema kreative Gedanken gemacht. Die Ergebnisse spiegeln die künstlerische Position jedes einzelnen wider. "Natürlich wollte ich neue Fotos zeigen, und so kam es zum Konzept für RGB", erläutert Dr. Tobias Kaufhold.

 

Camera Obscura mit dem Museum zur Vorgeschichte des Films
Am Schloß Broich 42
45479 Mülheim an der Ruhr
Tel.: 02 08 / 3 02 26 05
www.camera-obscura-muelheim.de

 

Quelle: route-industriekultur.de

Zollverein kann jeder. Zollverein macht ja auch jeder: Wer etwas übers Ruhrgebiet schreibt, darf ums Verrecken nicht Zollverein übergehen. Und wehe, einer kommt ins Ruhrgebiet und pilgert nicht dahin! Klar, die Villa Hügel, das U aus DO, der Innenhafen und das CentrO sind auch hinlänglich bekannt. Und die Kokerei Hansa, die Haldenlandschaft Hoheward, Gasometer und Aquarius machen ihren Job ebenfalls tipptopp. Von romanischen Kirchen und Turmbauten der Energieversorger ganz zu schweigen.
Aber das Ruhrgebiet kann auch mal völlig unberechenbar zuschlagen. Mit ziemlich schrägen Dingen, ganz egal, ob diese jetzt aus einer Fritteuse oder einer Schmiede stammen. Ob das Viele mitbekommen – oder nur ganz Wenige. Abgefahrenes und Schräges. Manchmal steht man einfach nur da und staunt. Wir im Ruhrgebiet haben dafür eine Lautfolge modelliert: „Neee, nä?“ Es gibt eine Menge erstaunlicher Dinge und Menschen im Ruhrgebiet. Abseits der großen Kunst und der breiten Straßen. Ohne Wegweiser und ohne Marketinggesellschaften. Man muss also wissen wo. Wenn Sie von irgendwoher ein ehrfürchtiges „Das glaub‘ ich jetzt aber nicht!“ hören, dann sind Sie schon verdammt nah dran.
Hier ist der längst überfällige Reise- und Erlebnisführer für das un-berechenbare Ruhrgebiet. Für diesen Ver-Führer haben ein Dutzend Klartext-Autoren die Nähkästchen geöffnet. Und stellen ihre Favoriten vor. Plus Geheimtipps. Plus kommende Geheimtipps. Mit allen wichtigen Regeln, Hilfestellungen und Empfehlungen für den gelungenen Survival-Trip durch ein sehr schräges Stück Stadtlandschaft. Neben aller Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit, Berechenbarkeit und Bodenständigkeit: Wir können nämlich auch anders!

Henning Prinz - Schräg - Kultverführer Ruhr - lieferbar, erschienen am 19.10.2010 - 128 Seiten, zahlr. farb. Abb., € 9,95

ISBN 978-3-8375-0276-3

Quelle: klatext-verlag.de