Lieben Sie die Literatur, die Musik und die Malerei?

Dann gibt es jede Menge Schönes aus dem Kulturbeutel!

 

Der Kulturkreis trifft sich zu gemeinsamen Aktivitäten rund um das kulturelle Leben.
Egal, ob Museumsbesuche, Comedy, Theater, Konzert oder sonstige Veranstaltungen, je nach Aktualität und Interessen entfaltet sich hier ein vielschichtiges Geschehen.
Neben Kunst und Kultur steht das gemeinsame Erleben im Mittelpunkt. Interessierte sind herzlich willkommen.

Nähere Informationen gibt es bei Helga Müller, Telefon 0208  65 61 530

 

Starke Frauen in der Bibel

Gretel begrüßte uns zum neuen Jahr herzlich mit Sekt und Saft.

Als Einleitung in das Thema gab sie einen Überblick über die verschiedenen Bücher der Bibel und ihre Entstehung.

Danach zeigte sie uns zunächst Bilder von Frauen aus dem Alten und Neuen Testament und stellte sie vor. Ein Beispiel war Rahel, die erst auf Umwegen Jakobs Frau wurde. Zuerst war ihre ältere Schwester Lea an der Reihe. Thomas Mann hat den Beiden das letzte Hauptstück in den „Geschichten Jaakobs“ gewidmet.

Weitere starke Frauen waren Elisabet und Maria, deren Schwangerschaften besonders waren.

Jesus wurde nicht nur von Männern begleitet (Aposteln); ein paar Frauen waren immer dabei. Als erste wurde meist Maria von Magdala, Maria Magdalena, erwähnt. Sie entpuppte sich als freie Frau, nicht im Zusammenhang mit einem Mann oder ihrer Familie. Jesus hatte sie von sieben Krankheiten befreit. Sie begleitete ihn auf seinem Leidensweg, hielt Totenwache, salbte seinen Leichnam und sah ihn als Erste nach der Auferstehung. Sie wird von manchen Theologen als die erste Apostelin überhaupt bezeichnet.

Text: Helga Müller

Unter diesem Motto stand das letzte Treffen der Kulturgruppe in diesem Jahr 2019

An adventlich geschmückten Tischen, mit von Teilnehmern selbst gebackenen Plätzchen und Stollen, fanden sich 15 Teilnehmer zusammen, um dem Vortrag von Gretel Blass zu verfolgen.

Schon im 8. Jahrhundert findet man Hinweise auf das Wort „kerza“ – wenig später „kerze“ oder „kirze“ für Werg, Zunder, Docht, Licht und Kerze.

Vor 40.000 Jahren begannen die Menschen in steinernen Lampenschalen mit Talg und Tran Licht in die Dunkelheit zu bringen. Überall in der Welt (China, Japan, Indien, Ägypten usw.) wurde das  auf verschiedenster Art versucht. Durch Gebräuche und religiöse Rituale wurde die Entwicklung der Kerzen immer weiter gebracht.

„Es werde Licht“ und „Ich bin das Licht der Welt“ sind der Hinweis in der Bibel, dass Gott das Licht geschaffen hat.

Nach dem so aufschlussreichen Vortrag über die Geschichte der Kerzen, trugen Gretel und andere Teilnehmer  einige weihnachtliche Gedichte  und Weihnachtsgeschichten vor.

Als Überraschungsgast erschien dann noch Johanna Gall. Mit Blumen und Präsent vom Orgateam  dankte sie Gretel ganz besonders für ihren so engagierten Einsatz  und drückte die Hoffnung aus, dass sie noch lange  – unterstützt  von Helga Müller -  mit ihren Ideen und großem Wissen, dabei sein wird.

Text und Fotos: Michael Weller

Gretel Blaß erzählte uns im November Interessantes über die Entwicklung des Kaufens während der letzten Jahrhunderte. So hat sich nicht nur der Ort des Kaufgeschehens vom Markt über die Markthalle hin zu den verschiedensten Geschäften und heutzutage ins Internet verlagert, auch die Waren wurden immer vielfältigerund luxuriöser.

Einen breiten Rahmen nahmen auch die Auswirkungen des Kaufgeschehens ein:
Besorgen wir uns beim Kaufen Glücksgefühle durch einen erhöhten Dopamin - und Serotoninausstoß oder laufen wir Gefahr einen Kaufrausch zu entwickeln?Manifestieren wir mit dem, was wir uns kaufen und leisten können, unseren Stand in der Gesellschaft?

Menschen liebten schon immer schöne Kleider. Dabei musste früher genau beachtet werden, was dem eigenenStand angemessen war. Für zu vornehme Kleidung konnte man empfindlich bestraft werden. Dem gegenüber beobachten wir heute, dass die meisten Menschen in Deutschland sich lieber sportlich und salopp kleiden. Hat das Auswirkungen auf unser Benehmen?

Früher gaben wohlhabende Menschen gerne Stillleben für ihre Wohnung in Auftrag, die zeigen sollten, was man sich alles leisten kann. Oft waren die Gemälde mit einem ernsten Hinweis auf die Vergänglichkeit versehen;z. Bsp. ein umgefallenes Glas.

Text und Foto: Helga Müller

Am 7. Oktober 2019 befassten sich 22 Interessierte mit Erich Kästner, der vor 120 Jahren geboren worden war.

 

Wer nicht zur Welt kommt, hat nicht viel verloren.
Er sitzt im All auf einem Baum und lacht.
Ich wurde seinerzeit als Kind geboren,
eh ich´s gedacht.

Die Schule, wo ich viel vergessen habe,
bestritt seitdem den größten Teil der Zeit.

Ich war ein patentierter Musterknabe.
Wie kam das bloß?
Jetzt tut es mir leid.

........

Ich setze mich sehr gerne zwischen Stühle.
Ich säge an dem Ast, auf dem wir sitzen.
Ich gehe durch die Gärten der Gefühle,
die tot sind, und bepflanze sie mit Witzen.

 

 So beginnt Erich Kästner seinen eigenen Lebenslauf mit 31 Jahren.

Der Kulturkreis befasste sich mit den Hintergründen für seinen Lebenslauf,

seinen Kinderbüchern, seinen Gedichten, Epigrammen und sonstigen Werken.

 

90 spannende Minuten!

 

Text und Foto: Helga Müller

 

Der Kulturkreis im Juli traf sich im Gemeindehaus zu seiner monatlichen Zusammenkunft und zwei Tage später zu einem Ausflug in das Lehmbruck Museum in Duisburg.

Wir hörten einen Vortrag von Helga Müller über Clara Schumann, die zwar erst mit vier Jahren das Sprechen lernte aber dann schon mit fünf Jahren Klavierunterricht bekam und von ihrem ehrgeizigen Vater planmäßig zur wohl bedeutendsten Pianistin des 19. Jahrhunderts aufgebaut worden war. Später heirate sie Robert Schumann, der bei ihrem Vater Unterricht genommen hatte.
Ein zweiter Vortrag von Gretel Blaß galt der Pianistin Hélène Grimaux, 1969 geboren und heute eine der berühmtesten international anerkannten Pianistinnen. Beide Vorträge wurden untermalt mit über den CD Player gespielten Musikbeispielen.

Bei dem Besuch des Museums in Duisburg ging es um eine Sonderausstellung unter der Überschrift „ Schönheit, Lehmbruck und Rodin - Meister der Moderne“. Mit Rodin, dem Pionier der modernen Bildhauerei, war in Frankreich eine Bewegung in Gang gekommen, die eine Fülle kreativer Impulse freisetzte und sich über ganz Europa verbreitete. Für Lehmbruck waren Rodin und seine Werke Vorbild und Reibungsfläche zu gleich. Im Gegensatz zu anderen Künstlern der Pariser Kunstszene emanzipierte sich Lehmbruck schnell vom Vorbild Rodin.
Bei einer sehr anschaulichen Führung wurden uns die Werke der beiden Künstler erklärt und näher gebracht.
Beim anschließenden Restaurantbesuch konnten die Netzwerker das Erlebte noch ausführlich untereinander diskutieren.

Text und Foto: Michael Weller