Wir waren 19 Netzwerker, die vom Rhein-Ruhr-Zentrum aus in Richtung Nachtigallental in Essen zu einer zügigen Wanderung aufbrachen. Zunächst überquerten wir den Mühlenbach und kamen zum „Halbachhammer“.

 

 

 

Günter Fraßunke hatte schon in der Ankündigung darauf hingewiesen, dass es eine bergige Wanderung werden würde, die man nicht unterschätzen sollte. 14 Netzwerker ließen sich dennoch nicht abschrecken. Mit Straßenbahn, U-Bahn und Zug erreichten wir nach 10 Uhr den Kupferdreher Bahnhof. Dort erzählte uns Günter schon mal etwas über diesen Essener Stadtteil. So leitet sich der Name Kupferdreh von der ehemaligen Kupferhütte ab, die schon im 16 Jahrhundert hier Erz verarbeitete.

 
Eine weite Anfahrt hatte uns Günter Fraßunke da am 14.06. zugemutet: bis nach Dortmund-Dorstfeld mit der S-Bahn. Und das nur um eine Köttelbecke wie die Emscher zu sehen?

Früh am Morgen – noch weit vor 8:00 Uhr nach der kürzlich abgelaufenen Winterzeit – versammelten sich 14 Wanderer des Netzwerkes um Günter Fraßunke. Es war ein recht kalter Tag – selbstverständlich wie bei Günter gewohnt - ohne Regen.  

 

Nun wandern sie also wieder – die Netzwerker mit Günter Fraßunke!

Nach der Winterpause hatte Günter zu einer Wanderung, die zum Einstieg in die neue Saison recht eben verlaufen sollte, aufgerufen. Bei - wie gewohnt -  bestem Wanderwetter, waren 15 Netzwerker bereit, um von der Monning aus in Richtung Styrum per pedes den Frühling mit der aufwachenden Natur direkt zu genießen.

Zunächst ging die Wanderung durch den Raffelbergpark. Zum ehemaligen Solbad wusste Günter einiges zu erzählen. Weiter zur Ruhr. Auch über die Raffelbergschleuse und das Kraftwerk erfuhren wir Wissenswertes über den Bau und die Funktionen. Vorbei am Styrumer Naturbad und dem Stadion, das 1925 als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme geschaffen worden war, kamen wir zum Ruhrpark Alstaden, dem sogenannten Stielmuspark.

 

Von der Kleingartenanlage Oberhausen-Süd und Friedhöfen an der Landwehr waren  wir schließlich wieder in Mülheim. Hier konnte uns Günter zum Ortsteil Styrum interessante Informationen vermitteln. So war die Neustadtstraße, in der er selbst als Kind wohnte, im Weltkrieg fast vollständig zerbombt worden. Sehenswert und überregional bekannt ist natürlich in Styrum das Schloss mit dem benachbarten Wassermuseum Aquarius.

Durch das Mügagelände kamen wir - die Ruhr überquerend - nach rund 13 Kilometern zur neuen Ruhrbaniapromenade und kehrten gegen 14 Uhr im König-Pilsener-Wirtshaus ein.

Text: Paul Steinhauer
Fotos: Paul Steinhauer, Michael Weller