Wer hätte das gedacht, dass man einen ganzen Tag durch das Stadtgebiet von Essen, und zwar nur das südliche, wandern kann, ohne auf größere Bebauung zu treffen - nur Wald und ein paar Siedlungshäuser. Wir sind von Günter Fraßunke ja schon häufiger überrascht worden, was die Streckenführung angeht.

 

Dieses Mal hat er die Strecke aber noch mit besonders finsteren Geschichten verbrämt, die man an diesen herrlichen sonnigen Orten, die wir da durchwanderten, gar nicht erwartet hätten: Der Essener Süden hat eine durchaus unrühmliche Rolle in der Hexenverfolgung gehabt.

Da wird einem schon ganz komisch, wenn man an eine sonnendurchflutete Lichtung kommt und dann erfährt, dass es sich da um einen Galgenplatz gehandelt hat oder eine Richtstätte, an der zahlreiche Frauen ersäuft worden sind, um zu beweisen, dass sie keine Hexen waren.

 

Der weite Blick über den Baldeneysee am Hügoloss neben der S-Bahn hat uns dann wieder zurück in die Schönheit des Spätsommers gebracht und uns den Ausklang der Wanderung genießen lassen.

 

Text: Wolfgang Wacke

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