… das allein klingt schon seltsam genug. Aber dass sich die Wanderer vom Broicher Netzwerk nicht von markierten Wanderwegen leiten ließen, sondern von dem möglicherweise längsten Bach in Mülheim als Leitschnur, kommt noch hinzu.
Da blickten auf der Höhe des Dümptener Schildbergs mit seinen 90 Metern die 12 Wandersleute an der Schobes Heide in den tief eingeschnittenen Quelltopf des Zechenbachs. In den vergangenen 70 Jahren ist hier der Boden mit Einfamilienhäusern versiegelt und der Bach an vielen Stellen ins Rohr geschickt worden. In Oberhausen tritt er stellenweise wieder zu Tage. Aber einiges wurde renaturiert: statt Zechenhalde Roland der Stadtpark Rolandshalde – oder konserviert: der Feldmannpark mit der alten Kopfweide am ehemaligen Bach – aber hier soll vielleicht doch der Bagger kommen. Von dem um 1100 gerodeten Waldhufendorf Styrum entlang des Bachs im Zuge der Alsen-, Schwerin- und Meidericher Straße ist kaum noch etwas zu erahnen. Nur Günter Fraßunke kannte den Verlauf und die Bauernhöfe noch aus seiner Jugend.
Der Wandel der Landschaft in so kurzer Zeit zeugt einerseits von wirtschaftlicher Dynamik, aber auch von der fehlenden Sensibilität der Planung in der vorhandenen Landschaft. – Versöhnend war da die kroatische Gastfreundschaft am Alstadener Ruhrpark.
