Regen war angesagt, doch die 8 Wanderer, die um 9:30 Uhr beim Friedhof Broich aufbrachen, vertrauten darauf, dass Günter Fraßunke wieder in bewährter Weise das mit dem Wetter schon regeln würde.

So ging es trockenen Fußes hinab durch den Friedhof zum Heuweg und dann hinunter zu den Ruhrauen. Als wir im Wasser die „Moornixe“ sahen, schwante uns schon, dass auch wir wohl nass werden würden. Der Auberg lag vor uns, als die Schirme aufgespannt werden mussten. Hinauf stiegen wir und waren bald am schön gelegenen und gepflegten evangelischen Friedhof. Günter zeigte uns Gräber, wo recht bekannte Mülheimer ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Imposante Grabsteine schmückten die Gräber traditionsreicher Saarner Bauerngeschlechter.

Der Regen hatte nachgelassen, als wir das Kloster Saarn umrundeten und gegen 12:30 Uhr im Wirtshaus Kellermanns-Hof einkehrten. Das gute Essen wurde allgemein gelobt und als wir dann aufbrachen, durch Saarn zum Heuweg und wieder zurück zu unserem Startpunkt wanderten, hatten wir insgesamt gute 10 Kilometer hinter uns – und der Himmel war blau, so wie wir es eigentlich erhofft hatten.

Diese Wanderung bewies wieder, dass unser Mülheim mit Gebäuden, Wegen und Plätzen aber auch mit reichhaltiger Tradition eine interessante Stadt ist, die sich zudem in einer sehr schönen Landschaft befindet. Günter Fraßunke brachte uns durch seine Hinweise und Erklärungen all das noch näher. Wir sind wieder gern dabei, wenn er zur nächsten Wanderung aufruft. 

Text: Paul Steinhauer
Fotos: Paul Steinhauer und Günter Fraßunke

Am 24. September 2021 unternahmen die Netzwerk-Wanderer ihre 2. Wanderung im zweiten Corona-Jahr. Wieder waren wir im Nahbereich unterwegs. Durch den Uhlenhorst kamen wir bald in die Nachkriegssiedlung zwischen Großenbaumer Straße und Lindenhof, wo die Saarner Gemeinde für die Neubürger eine Kirche errichtete. Die Neubebauung des Areals hat inzwischen begonnen.

Der Aufstieg durch den Dennebusch wurde durch den Anblick des Wildpferdedenkmals belohnt. Dort gab es ein Kurzstudium der Mölmschen Sprache. Weiter zum Frombergwäldchen, von dem diverse Sturmereignisse nur noch einen traurigen Rest hinterlassen haben. Das Tal des Bühlsbachs / Schengerholzbachs kann leider nur teilweise begangen werden. An der ehemaligen Malzfabrik Kellermann erfuhren wir etwas über die älteste Saarner Brauerei, die es hier schon vor „Ibing“ gab.

An der Kirche Sankt Elisabeth begann der Rückweg zum Kuckucksweg, der uns vorbei an den Resten des ehemaligen Schießplatzes des Infanterieregiments 159 zum Ausgangspunkt der Wanderung führte, wo sich der Kreis schloss.

Die Gruppe wunderte sich über die vielen unbekannten Wege, die – wieder einmal – Wanderführer Günter gefunden hatte.

 

Wenn man die Bilder sieht, dann fühlt man sich bei uns wirklich wie in einem Urlaubsgebiet.

Lesen wir hier von einem solchen Urlaubstag von Helga Müller:

Erholung an der Sechs-Seen-Platte

 

 

Wir vermissen es doch sehr: unsere gemeinsamen Bildungswanderungen mit Günter Fraßunke. Es ist jetzt leider keine gute Zeit für verbindende und vertraute Gemeinschaften. Doch wieder gibt es   schöne Frühlingstage, die uns anregen, aus den beengenden Wohnräumen in die freie Natur hinaus zu gehen. Wir wollen dankbar sein, dass uns Corona das nicht auch noch nimmt.

Aufmerksame Leserinnen hatten den Bericht über „Orte als Kraftquellen“ in den Anhaltspunkten gelesen und sich spontan zu der Wanderung zum „Heiligen Brunnen“ angemeldet, auch als Marienquelle bekannt.

Vom Treffpunkt erreichten wir in einer guten halben Stunde den Speldorfer Friedhof und kamen bald in den Duisburger Stadtwald, der Duisburg zur angeblich waldreichsten Großstadt Deutschlands macht. Die Marienquelle, die sich von Sickerwasser speist, war leider wegen des Niederschlagsmangels nur ein mageres Rinnsal. Dennoch war es spannend zu hören, welche Sagen und Legenden sich um diese erstmals im 16. Jahrhundert erwähnte Quelle ranken.

Zum Hören der Geschichten saßen wir auf den Bänken des benachbarten Platzes im Schatten hoher Bäumen, wo die Duisburger Innenstadtgemeinden im Sommer ihre Waldgottesdienste feiern.

An einem der letzten Sommertage hieß es mit Johann Wolfgang von Goethe „Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.“

Text und Foto: Günter Fraßunke