Wanderberichte

Naturschutzgebiete und Schotter-Gärten

Am 22. Juli waren die Wandersleute des Broicher Netzwerks wieder unterwegs diesmal mit technischer Navigationshilfe. vom „Dreilandereck“ ging es durch das Hexbachtal –

Günter erklärte, wie der „Läppkes Mühlenbach“ im Mittelalter seinen Namen bekam und dass das heutige Naturschutzgebiet in den 1970er Jahren dem Autobahnbau geopfert werden sollte. In Schönebeck verweilte die Gruppe kurz an der Gedenktafel für Franz Haniel, der hier die erste Tiefbauzeche anlegte. An der Straße „Brausewindhang“ erhielten die Wanderer einen Einblick in das Naturschutzgebiet „Rosendeller Bach“, der die Grenze zwischen Essen und Mülheim markiert.

Heute ist Schönebeck eines der begehrten Wohngebiete der Nachbarstadt – leider reichte bei einigen Neubürgern das Geld nur für „Vorgärten des Schreckens“. Weil die Tunnel unter der Bahnstrecke lediglich SUV-Breite aufweisen und die Fahrzeuglenker noch nichts von Schrittgeschwindigkeit gehört hatten (wie es Günter bei der Vorbereitung erfahren musste), entschlossen sich die 12 Wandersleute zu einem Umweg.

Trotzdem – oder gerade deswegen – waren wir pünktlich zum Mittagessen am Ziel, und jetzt kam auch die Sonne durch.

Text: Günter Fraßunke
Fotos: Paul Steinhauer

 

Schon am frühen Morgen, um 9:00 Uhr, trafen sich auf Einladung von Günter Fraßunke acht rüstige Wanderlustige unseres Netzwerkes an der Endhaltestelle der Straßenbahnlinie 102.

Günter gab uns Instruktionen über die heutige Wanderroute Richtung Entenfang und erzählte einiges über die Straßenbahnen, die Ende des 19. Jahrhunderts in unserer Region fuhren.

 

Ich hatte mal geschrieben, dass ich zum Wetter bei Günter Fraßunkes Netzwerk-Wanderungen nichts mehr aussagen wollte. Denn er hatte sich stets darum gekümmert, dass kein schlechtes Wetter an diesen Tagen vorkommen würde. Daher hatte er zeitig diese geplante Wanderung um eine Woche verschoben, um das schlimme Unwetter der Vorwoche für uns zu vermeiden. Somit belasteten sich jetzt nur noch unverbesserliche Pessimisten mit unnützen Regenschirmen.

 „Mens sana in corpore sano.“ – Das war Günter Fraßunkes Motto auch für diese Wanderung. So hatte er uns schon in der Einladung darauf vorbereitet, dass wir nicht nur wandern, sondern auch für den Kopf etwas tun sollten.

Eigentlich könnte ich jeden Wanderbericht mit dem gleichen Text beginnen:

„Das Wetter war schön, Günter Fraßunke hatte die Tour perfekt vorbereitet und die Wandergruppe bestand aus lauter netten, aufgeschlossenen und bewegungsfreudigen Netzwerkern mit recht guter Kondition.“

Günter hatte in seiner Einladung unsere erste Wanderung in diesem Jahr als „Entdeckungen zu Fuß in der Umgebung (Kahlenberg – Alter Friedhof – Altstadt)“ benannt. Er hatte dabei auch schon durch Hinweise auf Homepages darauf aufmerksam gemacht, was wir bei der Wanderung zu sehen bekämen. So konnte man sich schon vorher näher informieren. Natürlich erklärte er auf dem Weg immer wieder das, was wir wissen sollten.

Zu 11 (Michael stieß später zur Gruppe) begannen wir unsere Wanderung den Heuweg hinab zur Ruhr. Wir passierten die Ruinen der früheren Ibing-Brauerei. Die Abbrucharbeiten, um das Gelände baureif zu machen, waren schon weit fortgeschritten. Am Wehr überquerten wir den Fluss, stiegen dann den Kahlenberg hinauf zum Bismarckturm und schauten von der Aussichtsplatte oberhalb der früheren Jugendherberge auf die Ruhr.

Weiter ging es durch die Siedlungen an den Max-Planck-Instituten vorbei (leider keine Begegnung mit unserem Nobelpreisträger Benjamin List) zum Alten Friedhof und zur Freilichtbühne. Von dort aus kamen wir in unsere schöne Altstadt.

Unseren Hunger und Durst stillten wir bei „Frankys“. Danach trennte sich die Gruppe. Wir gingen noch über die Holzstraße zu unserer Startstelle. So war es eine fast zehn Kilometer lange Wanderung und eine sehr gelungene Einstimmung in den beginnenden Frühling.

Text und Fotos: Paul Steinhauer